Hochaggressives Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – ganze Ernten bedroht
Lukas BauerHochaggressives Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – ganze Ernten bedroht
In einer Lieferung von Tomaten aus China wurde ein hochaggressives Pflanzenvirus entdeckt. Die befallene Partie war in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk eingelagert, bevor die Behörden das Vorhandensein des Tomaten-Braunen Kräusel-Frucht-Virus (Tomato brown rugose fruit virus) bestätigten. Der Erreger kann innerhalb weniger Tage ganze Gewächshausbestände vernichten.
Die vier Tonnen schwere Sendung war im vorübergehenden Zolllager Agroterminal-Customs in Krasnojarsk eingegangenen. Die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor untersuchte die Tomaten und stellte den Virus fest. Nach der Bestätigung erklärten die Beamten die Pflanzen für nicht mehr rettbar – eine Behandlung gegen die Krankheit gibt es nicht.
Das Virus breitet sich rasant durch direkten Kontakt zwischen den Pflanzen aus. Es haftet zudem an Werkzeugen, Kleidung, Händen und sogar im Erdreich. Auch bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln können es von Pflanze zu Pflanze übertragen. In schweren Fällen kann ein gesamtes Gewächshaus innerhalb einer Woche zerstört werden.
Um den Ausbruch einzudämmen, müssen alle befallenen Pflanzen umgehend verbrannt werden. Dies ist die einzige Möglichkeit, zu verhindern, dass der Erreger auf andere Kulturen oder landwirtschaftliche Flächen übergreift.
Der Fund hat sofortige Maßnahmen zur Vernichtung der kontaminierten Lieferung ausgelöst. Die Verbrennung der Pflanzen bleibt die einzige Methode, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen. Die Behörden überwachen die Lage weiterhin, um sicherzustellen, dass keine zusätzlichen Fälle auftreten.






