Kirchenaustritte in Hessen sinken – doch der Mitgliederschwund bleibt ungebrochen
Niklas NeumannChristen in Hessen verlieren weiter Mitglieder - Kirchenaustritte in Hessen sinken – doch der Mitgliederschwund bleibt ungebrochen
Kirchenaustritte in Hessen gehen zurück – doch der Schwund verlangsamt sich
Die Zahl der Kirchenmitglieder in Hessen ist weiter gesunken, allerdings hat sich das Tempo des Rückgangs leicht verringert. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche verzeichneten 2025 weniger Anhänger als im Vorjahr. Die aktuellen Zahlen bestätigen einen stetigen, aber sich abschwächenden Trend: Immer mehr Menschen wenden sich in der Region von den großen Kirchen ab.
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verlor im vergangenen Jahr rund 40.000 Mitglieder und zählte Ende 2025 noch etwa 1,22 Millionen Gläubige. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck verzeichnete einen Rückgang um 3,1 Prozent und kommt nun auf knapp über 666.000 Mitglieder.
Auch die katholischen Diözesen Hessens mussten Verluste hinnehmen. Das Bistum Fulda zählte 2025 noch gut 317.000 Mitglieder – rund 9.400 weniger als im Vorjahr. Im Bistum Mainz sank die Zahl von knapp unter 598.000 auf 577.000. Das Bistum Limburg verlor etwa 15.000 Gläubige und kommt nun auf rund 486.000 Mitglieder. Insgesamt ging die Zahl der Katholiken in Hessen von etwa 1,16 Millionen auf 1,12 Millionen zurück.
Trotz des anhaltenden Schwunds hat sich die Austrittswelle im Vergleich zu den Vorjahren etwas verlangsamt. Über die genauen Gründe für den Rückgang geben die aktuellen Berichte keine Auskunft.
Die Daten bestätigen einen fortlaufenden, aber allmählichen Rückzug aus den Kirchen in Hessen. Evangelische und katholische Einrichtungen zählen heute Hunderttausende weniger Mitglieder als noch vor einigen Jahrzehnten. Der Trend spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Religion wider – doch die Geschwindigkeit des Rückgangs scheint nachzulassen.






