Koblenz will Festungen zu Kultur-Hotspots umbauen – doch das Geld fehlt
Niklas NeumannKoblenz will Festungen zu Kultur-Hotspots umbauen – doch das Geld fehlt
Koblenz plant, seine historischen Festungsanlagen in bedeutende Kultur- und Freizeitattraktionen zu verwandeln. Die Stadt hat drei ambitionierte Projekte vorgeschlagen, verfügt jedoch derzeit nicht über die notwendigen kommunalen Mittel, um sie voranzutreiben. Bundeshilfen in Höhe von bis zu 5 Millionen Euro wurden zugesagt, um die Vorhaben anzuschieben.
Die drei Standorte, die umgestaltet werden sollen, sind das Fort Asterstein, das Fort Konstantin und die Feste Kaiser Franz. Aus dem Fort Asterstein soll eine „Akademie für Rückzug, Reflexion und kollaboratives Lernen“ entstehen – ein Vorhaben, für das schätzungsweise 20 Millionen Euro investiert werden müssten. Die Stadt sucht aktiv nach externen Investoren, um diese Vision zu finanzieren.
Das Fort Konstantin, das den Namen „Vergnügungsberg“ tragen soll, würde Schauräume, Testlabore und einen eigenen „Erlebnisraum für die Sinne“ beherbergen. Die Feste Kaiser Franz hingegen soll sich zu einem „Park für Gemeinschaft, Zusammenarbeit und Wandel“ entwickeln. Hier sind ein Amphitheater, eine Skatehalle, ein Hostel und ein Karnevalsmuseum geplant.
Trotz der zugesagten Bundesförderung stehen Koblenz im aktuellen Haushalt keine Mittel zur Verfügung, um die Projekte umzusetzen. Die Verantwortlichen haben deutlich gemacht, dass private oder externe Investitionen entscheidend sein werden, um die Pläne Realität werden zu lassen.
Der Erfolg der Vorhaben hängt davon ab, ob über die Bundesmittel hinaus zusätzliche Finanzquellen erschlossen werden können. Gelingen die Projekte, würden historische Militärbauten zu modernen Kultur- und Freizeitzentren umfunktioniert. Ob die Vision verwirklicht wird, hängt letztlich davon ab, ob sich Investoren finden, die bereit sind, sie zu unterstützen.






