Kreis Steinfurt und Handwerkerschaft stärken Zusammenarbeit gegen Krisen und Bürokratie
Emma WernerKreis Steinfurt und Handwerkerschaft stärken Zusammenarbeit gegen Krisen und Bürokratie
Kreis Steinfurt und Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf bekräftigen enge Partnerschaft
Bei ihrer jüngsten Jahresversammlung haben der Kreis Steinfurt und die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf ihre enge Zusammenarbeit erneut betont. Beide Seiten hoben die Bedeutung von Teamwork bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen hervor – insbesondere bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und den wirtschaftlichen Belastungen für lokale Betriebe.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die drängendsten Probleme der Handwerksbetriebe in der Region. Steigende Energiekosten, verschärft durch den Konflikt im Iran, setzen viele Unternehmen unter Druck. Lieferkettenstörungen und Investitionszögerlichkeit verschärfen die Lage zusätzlich.
Ein weiteres zentrales Thema waren die neuen Vergaberegeln in Nordrhein-Westfalen, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Reformen zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und mehr Flexibilität zu schaffen – etwa durch kleinere Losgrößen bei Ausschreibungen. Die Handwerkerschaft sieht darin eine Chance für lokale Betriebe.
Die Kreishandwerkerschaft und die WESt (Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH) unterstützen zudem bei Betriebsübergaben und -übernahmen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der dualen Berufsausbildung, die als sichere Karriereperspektive für junge Menschen beworben wird und gleichzeitig helfen soll, Nachfolgeprobleme im Handwerk zu lösen.
Sowohl der Kreis als auch die Handwerkerschaft lobten den Wert des direkten Austauschs. Die jährliche Versammlung dient als wichtige Plattform für offenen Dialog und stärkt so das Vertrauen und die Zusammenarbeit.
Die Veranstaltung endete mit dem erneuten Bekenntnis zu einer engen Partnerschaft zwischen Kreis und Handwerkerschaft. Die Unterstützung der Betriebe, klarere Vergaberegeln und die Förderung der Berufsausbildung bleiben zentrale Prioritäten. Ziel der Zusammenarbeit ist es, aktuelle Belastungen zu mindern und gleichzeitig die langfristige Stabilität des Handwerks in der Region zu sichern.






