23 March 2026, 10:23

Kriminalität in Reutlingen sinkt – doch Gewalt und Messerangriffe bleiben Problem

Eine dunkel-thematisierte U.S.-Karte, die die Gewaltkriminalitätsrate pro 100.000 Einwohner je Bundesstaat anzeigt, mit zusätzlichen Datendetails unten.

Kriminalität in Reutlingen sinkt – doch Gewalt und Messerangriffe bleiben Problem

Kriminalitätsstatistik im Polizeibezirk Reutlingen: Leichter Rückgang, aber weiterhin besorgniserregende Brennpunkte

Im Polizeibezirk Reutlingen ist die Kriminalitätsrate leicht gesunken: 2025 wurden 81.539 Straftaten registriert – ein Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung geben bestimmte Deliktbereiche wie Messerangriffe und Übergriffe auf Einsatzkräfte weiterhin Anlass zur Sorge.

Seit 2005 hat sich die Zahl der gemeldeten Straftaten um 23.000 Fälle verringert. Rückgänge verzeichnen unter anderem Sprengungen von Geldautomaten, Diebstähle, Drogenstraftaten, Tötungsdelikte sowie Ladendiebstahl und Kraftstoffbetrug. Die Sicherheitslage in der Region bleibt stabil, und das allgemeine Kriminalitätsniveau sinkt kontinuierlich.

Gleichzeitig stellt die Gewaltkriminalität nach wie vor ein großes Problem dar. Körperverletzungen und häusliche Gewalt bleiben auf hohem Niveau, während messerbezogene Straftaten 2025 auf 438 Fälle anstiegen – meist handelte es sich dabei um Bedrohungen mit einer Klinge. Auch Angriffe auf Einsatzkräfte wie Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter halten an: Mehr als die Hälfte der Beamten gab an, bereits solche Erfahrungen gemacht zu haben.

Die Cyberkriminalität im Bezirk ging um 21,3 Prozent zurück, wobei 2025 noch 878 Fälle mit inländischen Tätern verzeichnet wurden. Straftaten von Kindern und Jugendlichen nahmen leicht ab, doch der Anteil jüngerer Täter steigt. Problematisch bleibt die Verbreitung pornografischen Materials über Messenger-Dienste und soziale Medien – allein im vergangenen Jahr wurden 867 solche Fälle registriert.

Die Polizei betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und ruft die Bürger auf, Hinweise zu geben, die zur Aufklärung und Verhinderung von Straftaten beitragen. Zudem widmen sich die Behörden der Erforschung des sogenannten "Dunkelfelds" – also der nicht angezeigten Straftaten. Weitere Erkenntnisse dazu werden noch in diesem Jahr erwartet.

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Zwei Jahrzehnte Rückgang – doch Herausforderungen bleiben Der Polizeibezirk Reutlingen verzeichnet seit 20 Jahren einen schrittweisen Rückgang der Kriminalität, und 2025 setzte sich dieser Trend mit einer weiteren leichten Abnahme fort. Dennoch erfordern Problemfelder wie Messerbedrohungen, Gewalt gegen Einsatzkräfte und die Verbreitung pornografischer Inhalte im Netz weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Der Erfolg der Polizeiarbeit hängt dabei maßgeblich von der Unterstützung der Bevölkerung und der fortlaufenden Forschung zu nicht angezeigten Straftaten ab.

Quelle