02 May 2026, 10:17

Lerchek polarisiert: Krebs-Diagnose und Kosmetik-Marketing im Fokus der Kritik

Sowjetisches Propagandaplakat "Frauenrechte" mit einer Frau in rotem Kleid, die in einer Menge, Häusern und einer Flagge lächelt.

Lerchek polarisiert: Krebs-Diagnose und Kosmetik-Marketing im Fokus der Kritik

Die russische Bloggerin Valeria Chekalina, online besser bekannt als Lerchek, sorgt mit ihrem öffentlichen Kampf gegen Krebs im Endstadium sowohl für Bewunderung als auch für Kritik. Während sie ihre Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt bringt, teilt sie in Werbevideos offen ihre gesundheitlichen Herausforderungen. Dieser Ansatz hat eine Debatte ausgelöst – manche Zuschauer fragen sich, ob ihre Inhalte zu sehr auf Mitleid abzielen.

Chekalina gab ihre Diagnose mit Krebs im Spätstadium Anfang dieses Jahres bekannt. Trotz ihrer Erkrankung setzt sie ihre Content-Produktion fort, darunter Videos zur Bewerbung von Eyya Skin. Die Entscheidung spaltet ihr Publikum: Einige Fans loben ihren Durchhaltewillen, andere werfen ihr vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit auszunutzen.

Der Marketingexperte Gera Iwashtschenko bezeichnet Chekalinas Strategie als ungewöhnlich für ein russisches Publikum. Er vergleicht ihre Methoden mit globalen PR-Taktiken, wie sie etwa von Prominenten wie der Familie Kardashian eingesetzt werden. Iwashtschenko vermutet zudem, dass ihre Offenheit auch darauf abzielt, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern.

Gleichzeitig warnt er, dass eine solche Transparenz auf viele Zuschauer befremdlich wirken könnte. Einige Follower haben bereits Unbehagen geäußert und kritisiert, dass bestimmte Videos zu sehr auf Mitleidserregung setzen. Chekalinas öffentliches Image vereint Stärke mit emotionalen Appellen – eine Mischung, die weiterhin kontroverse Reaktionen hervorruft.

Auch ihr Privatleben steht im Fokus: 2023 wurde ihr Ex-Mann, Artem Chekalin, wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt.

Chekalinas Entscheidung, Eyya Skin trotz ihrer Krebserkrankung zu lancieren, hält sie in der öffentlichen Diskussion. Die gespaltenen Reaktionen zeigen, wie schwierig es ist, persönliche Schicksale mit öffentlicher Markenbildung in Einklang zu bringen. Ihre Geschichte bleibt Gesprächsstoff – sowohl wegen ihrer unternehmerischen Aktivitäten als auch wegen der ethischen Fragen, die diese aufwerfen.

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