Lufthansa überrascht mit besseren Quartalszahlen – doch Treibstoffkrise bleibt Herausforderung
Niklas NeumannLufthansa überrascht mit besseren Quartalszahlen – doch Treibstoffkrise bleibt Herausforderung
Lufthansa übertrifft Erwartungen im ersten Quartal – Aktie legt deutlich zu
Die Lufthansa hat überraschend starke Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt, was die Aktie des Konzerns deutlich steigen ließ. Gleichzeitig kündigte die Airline an, Flüge zu streichen und die steigenden Treibstoffkosten angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen in den Griff zu bekommen.
Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro – ein besseres Ergebnis als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verblieb damit jedoch unter der Schätzung von 9,3 Milliarden Euro. Trotz der Herausforderungen hielt die Lufthansa an ihrer Jahresprognose für 2026 fest und strebt ein Ergebnis deutlich über den 1,96 Milliarden Euro von 2025 an.
Am Mittwochvormittag kletterte die Aktie im Frankfurter Handel um 6 bis 8 Prozent, was das Vertrauen der Anleger widerspiegelt. Ein Teil der Kostendrucks wird auf den Iran-Konflikt zurückgeführt, der in diesem Jahr bereits zu 1,7 Milliarden Euro zusätzlicher Treibstoffausgaben geführt hat.
Um Engpässen bei der Treibstoffversorgung zu begegnen, hat die Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan gestrichen. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass die Treibstoffreserven an seinen wichtigsten Drehkreuzen bis Juni gesichert seien. Für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika, darunter zusätzliche Tankstopps, werden Vorsorgemaßnahmen getroffen.
Langfristig arbeitet die Lufthansa an einem Restrukturierungsprogramm, mit dem Ziel, zwischen 2028 und 2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent zu erreichen.
Die Ergebnisse des ersten Quartals fielen besser aus als erwartet und dämpften damit Bedenken hinsichtlich der Rentabilität. Mit gesicherten Treibstofflieferungen und einer langfristigen Strategie zur Kostensenkung will die Lufthansa ihre Geschäfte stabilisieren – trotz externer Belastungen. Die Anleger reagierten positiv auf die aktualisierte Prognose und die Notfallpläne des Konzerns.






