Mainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Jonas KrausMainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue 220-Meter-Leitung unter dem Rhein
In Mainz beginnt ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Eine neue 220 Meter lange Pipeline wird unter dem Rhein verlegt. Die Baumaßnahme verbindet das Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel und ersetzt damit ein veraltetes und beschädigtes Leitungssystem.
Die Arbeiten starten am 11. Mai und setzen erstmals bei einer solchen Installation auf das Verfahren des horizontalen Richtbohrens. Dabei wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend aufgeweitet wird, bevor die 71 Zentimeter dicke Leitung durch den erweiterten Kanal gezogen wird. Die Rohrleitung wird bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlaufen und von einer Schutzhülle umgeben sein, um künftige Schäden zu verhindern.
Die bestehende Leitung wies teilweise erhebliche Abnutzungserscheinungen auf, eine Komplettsanierung wäre jedoch zu kostspielig gewesen. Die neue Konstruktion ermöglicht es, zukünftige Wartungsarbeiten oder Erneuerungen durchzuführen, ohne den Betrieb im nahegelegenen Hafenbecken zu beeinträchtigen.
Die Fertigstellung des Projekts ist bis Ende August 2026 geplant. Die neue Leitung soll eine langfristige Lösung für die Versorgungs- und Entsorgungsbedürfnisse der Stadt bieten. Nach Abschluss der Arbeiten wird sie die Zuverlässigkeit des Mainzer Kanalsystems deutlich verbessern. Durch den Einsatz des horizontalen Richtbohrens werden Störungen minimiert und zukünftige Reparaturen erleichtert. Das Vorhaben stellt einen bedeutenden Fortschritt für die unterirdische Infrastruktur der Stadt dar.






