Mainzer Hundebesitzer protestieren vergeblich für mehr Auslaufflächen im Martin-Luther-King-Park
Niklas NeumannMainzer Hundebesitzer protestieren vergeblich für mehr Auslaufflächen im Martin-Luther-King-Park
Im Juli 2025 versammelten sich Anwohner mit ihren Hunden im Martin-Luther-King-Park zu einer Demonstration, bei der sie bessere Infrastruktur für Hundebesitzer forderten. Die Protestaktion veranlasste den Mainzer Stadtrat, neue Lösungsmöglichkeiten zu prüfen – konkrete politische Änderungen gab es seitdem jedoch nicht. Die Stadtverwaltung betont weiterhin, dass eine Umwidmung öffentlicher Grünflächen in Hundeauslaufzonen nicht infrage kommt.
Der Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt und wird intensiv genutzt – insbesondere von Hundebesitzern. Einige lassen ihre Tiere trotz klarer Hinweisschilder, die die Fläche als "öffentliche Grünanlage" mit Leinenpflicht ausweisen, frei laufen.
Bereits im Mai 2024 hatte der Stadtrat Umgestaltungspläne für den Park beschlossen, die unter anderem neue Bänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, ein Fußballfeld und einen Basketballkorb vorsehen. Durch diese Aufwertungen sei die Einrichtung eines eingezäunten Hundebereichs im aktuellen Konzept nicht umsetzbar, hieß es. Stadträtin Steinkrüger bestätigte später die Haltung der Stadt: Öffentliche Grünflächen würden nicht zu Hundeauslaufzonen umfunktioniert.
Nach der Demonstration wies der Rat die Verwaltung jedoch an, alternative Standorte für mögliche eingezäunte Hundebereiche zu prüfen. Bisher finden sich in den öffentlichen Unterlagen jedoch keine weiteren Fortschritte oder Kurswechsel in der Sache.
Die Proteste im Juli 2025 führten zwar zu einer Evaluation neuer Flächen für Hundeauslaufzonen, doch konkrete Maßnahmen blieben aus. Der Martin-Luther-King-Park selbst bleibt eine gemeinsam genutzte öffentliche Grünfläche, in der weiterhin Leinenpflicht gilt. Die vom Stadtrat beschlossenen Umgestaltungspläne werden wie geplant umgesetzt.






