Mainzer Marktfrühstück zieht um – warum der Schillerplatz für Streit sorgt
Jonas KrausMainzer Marktfrühstück zieht um – warum der Schillerplatz für Streit sorgt
Mainzer "Marktfrühstück" findet neue Heimat am Schillerplatz
Das beliebte Marktfrühstück in Mainz hat am Schillerplatz ein neues Zuhause gefunden und ersetzt damit den bisherigen Veranstaltungsort am Leichhof aus dem Vorjahr. Die erste Ausgabe an der neuen Location startete am 21. März 2023 – mit Verspätung, da es zuvor zu Protesten gekommen war. Trotz des wachsenden Erfolgs der Veranstaltung sorgt der Standortwechsel jedoch für Bedenken bei Anwohnern und lokalen Unternehmen.
Ursprünglich sollte das Marktfrühstück früher beginnen, doch die Proteste verzögerten den Start. Als es schließlich am Schillerplatz eröffnet wurde, fiel die Wahl auf diesen Ort wegen seiner Eignung für große Besucherzahlen und der guten Erreichbarkeit. Der Wochenmarkt findet nun jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr statt und erstreckt sich über sechs Monate von März bis in den späten Herbst.
Seit 2025 gab es bereits drei Veranstaltungsorte: den Tritonplatz, den Fischtorplatz/Rheinufer – und neu seit 2026 den Schillerplatz. Der Wechsel dorthin erfolgte jedoch ohne Absprache mit den ansässigen Unternehmen, wie Agnese De Covre kritisiert. Anwohner äußerten schnell Bedenken wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens, des Alkoholkonsums und der Belastung durch die großen Menschenmengen.
Oberbürgermeister Nino Haase räumte die Beschwerden ein, insbesondere mit Blick auf den früheren Standort am Fischtor. Zwar betont die Stadtverwaltung, die Anliegen der Bürger ernst zu nehmen, doch Haase selbst zeigte sich skeptisch, ob der Schillerplatz die richtige Wahl sei.
Bis Oktober oder November wird das Marktfrühstück wie geplant am Schillerplatz stattfinden. Lokale Unternehmen und Anwohner bleiben lautstark in ihrer Kritik an den Störungen, und die Stadt hat bisher keine Anpassungen angekündigt. Vorerst läuft die Veranstaltung weiter – zwischen großer Beliebtheit und den Herausforderungen des neuen Standorts.






