28 March 2026, 14:20

Neue technische Geschäftsführerin soll Mainzer Wohnungsnot bekämpfen

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbauentwicklungsstandorts mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

Neue technische Geschäftsführerin soll Mainzer Wohnungsnot bekämpfen

Astrid Jutta Fath übernimmt am 1. Oktober 2026 die Position der neuen technischen Geschäftsführerin bei der Wohnbau Mainz. Sie folgt auf Franz Ringhoffer und bringt jahrelange Erfahrung in den Bereichen Wohnungswirtschaft, Stadtentwicklung und Immobilienmanagement mit. Ihre Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt weiterhin vor großen Herausforderungen bei der Ausweitung bezahlbaren Wohnraums und der sozialen Infrastruktur steht.

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Faths Karriere umfasst Führungspositionen in bedeutenden Wohnungsbauunternehmen. Sie war als technische Direktorin bei der GGH Heidelberg tätig und leitete die Planungsabteilung der GAG Ludwigshafen. Zuletzt arbeitete sie als Vorstandsmitglied bei der TreuBau Freiburg AG, wo sie für Planung, Projektentwicklung und Asset-Management verantwortlich zeichnete.

In ihrer neuen Funktion wird sie die technischen Belange des Immobilienportfolios der Wohnbau Mainz steuern. Dazu gehören die Verwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie die Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Bestands. Das Unternehmen, an dem die Stadt Mainz, die ZBM und die RIO Energieeffizienz GmbH & Co. KG beteiligt sind, verfolgt das Ziel, geförderten und marktüblichen Wohnraum mit Gewerbeflächen und sozialen Einrichtungen zu verbinden.

Ihr Amtsantritt erfolgt nach einer Phase mit begrenzten Fortschritten in der Mainzer Wohnungsbaupolitik. In den letzten fünf Jahren gelang es der Stadt nicht, ausreichend geförderten Wohnraum zu schaffen – die jährliche Zielmarke von 250 neuen Wohneinheiten wurde verfehlt. Die Mieten bleiben hoch, und bezahlbare Wohnungen sind Mangelware. Auch Projekte zur sozialen Infrastruktur, wie inklusive Nachbarschaften, medizinische Versorgungseinrichtungen und ökologische Vorhaben wie die Renaturierung innerstädtischer Bäche, kamen kaum voran. Bemühungen zur Stärkung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften stockten ebenfalls.

Faths Expertise im Portfolio- und Stadtentwicklungsmanagement wird entscheidend sein, um die Wohnungsnot in Mainz zu lindern. Ab dem Spätherbst 2026 liegt ihr Fokus auf der Verbesserung der technischen Steuerung und der Ausweitung bezahlbarer Wohnangebote. Die drängenden Probleme der Stadt – von verfehlten Bauzielen bis hin zu stagnierenden Infrastrukturprojekten – bleiben zentrale Aufgaben für ihr Team.

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