20 June 2026, 20:11

Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende wegen politischer Differenzen ab

Schule lehnt Spende für Schwimmunterricht ab - Weil der Spender konservativ ist

Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende wegen politischer Differenzen ab

Ein Schulleiter in Bremerhaven hat eine Spende von 150 Euro eines lokalen Politikers abgelehnt. Das Geld sollte Schwimmkurse für Schülerinnen und Schüler finanzieren. Bei dem Politiker handelt es sich um Jan Timke, Abgeordneter der konservativen Partei Bündnis Deutschland im Bremer Landtag.

Timke hatte zunächst angeboten, die Kosten selbst zu übernehmen, nachdem bekannt geworden war, dass der Schule die Mittel fehlen. Seine Partei, Bündnis Deutschland, ist derzeit nur in Bremen unter den 16 deutschen Landesparlamenten vertreten. Timke hatte ursprünglich die Protestgruppe Bürger in Wut gegründet, die 2023 in seine heutige Partei aufging.

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Die Schulleiterin lehnte die Spende mit der Begründung ab, Timkes Werte entsprächen nicht der gesellschaftlichen Vision ihrer Schule. Später teilte sie ihm mit, ein anderer Spender sei gefunden worden, sodass die Schwimmkurse dennoch stattfinden könnten. Timke warf daraufhin Schulen vor, politisiert zu sein, und behauptete, Spenden würden nun nach den politischen Verbindungen des Gebers und nicht nach den Bedürfnissen der Kinder bewertet.

Er kritisierte die Schulleiterin zudem, persönliche Ansichten über die Interessen der Schülerinnen und Schüler zu stellen. Nach der Absage rief Timke gemeinnützige Organisationen in Bremerhaven auf, sich bei ihm zu melden, falls sie die 150 Euro für eigene Projekte benötigten.

Die Schwimmkurse werden nun mit Mitteln eines anderen Spenders durchgeführt. Timkes Angebot steht weiterhin anderen Einrichtungen in der Stadt offen. Der Vorfall zeigt die Spannungen zwischen politischer Gesinnung und öffentlicher Unterstützung für lokale Initiativen auf.

Quelle