SPD fordert landeseigenes Wohnungsunternehmen gegen Mietkrise in Schleswig-Holstein
Lukas BauerNord-SPD fordert Wohnungsgesellschaft - SPD fordert landeseigenes Wohnungsunternehmen gegen Mietkrise in Schleswig-Holstein
Die SPD in Schleswig-Holstein drängt auf die Gründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens, um die steigenden Probleme bei der Wohnraumbezahlbarkeit zu bekämpfen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der rund 18.000 geförderte Wohnungen in den nächsten Jahren ihren geschützten Status verlieren könnten. Doch die regierende Koalition hat den Plan abgelehnt und setzt stattdessen auf einen anderen Ansatz.
Der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck betonte die Dringlichkeit, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Er warnte, dass ohne Gegenmaßnahmen tausende Haushalte bis 2025 den Zugang zu subventionierten Mieten verlieren könnten. Die Partei forderte, die Landesentwicklungsgesellschaft zu einer eigenständigen Wohnungsbaugesellschaft auszubauen.
Die Koalition aus CDU, FDP und Grünen lehnte den SPD-Vorschlag ab. Stattdessen beschloss sie die Einrichtung einer Beratungsstelle für Wohnungsbau. Diese soll Kommunen in Wohnungsfragen unterstützen, ohne selbst direkt Immobilien zu verwalten.
Die SPD kritisierte die Entscheidung scharf und argumentierte, dass bloße Beratung den Wohnungsmangel nicht löse. Eine landeseigene Gesellschaft sei nötig, um aktiv sozialen Wohnungsbau zu errichten und zu erhalten. Die Koalition hingegen hält lokale Beratung für den effektivsten Weg.
Mit 18.000 gefährdeten Sozialwohnungen bleibt die Debatte über die Wohnungspolitik in Schleswig-Holstein ungelöst. Während die SPD auf direkte staatliche Eingriffe pocht, setzt die Regierung auf Beratungsangebote für Städte und Gemeinden. Die Entscheidung wird die Wohnraumbezahlbarkeit in den kommenden Jahren prägen.






