Stadtrat beschließt 92-Millionen-Haushalt für 2026 ohne Steuererhöhungen
Jonas KrausStadtrat beschließt 92-Millionen-Haushalt für 2026 ohne Steuererhöhungen
Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 verabschiedet und damit Investitionen in Höhe von 92 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Entscheidung fiel nach einer Abstimmung, bei der CDU, SPD, BfGT, FDP und ein Mitglied der Grünen zustimmten, während AfD, die Linke und neun grüne Stadträte dagegen votierten. Die Verantwortlichen betonten die Notwendigkeit, die steigenden Schulden zu begrenzen und die langfristige finanzielle Stabilität zu sichern.
Der Haushalt sieht keine Steuererhöhungen vor – die Grund- und Gewerbesteuersätze bleiben unverändert. Stattdessen liegt der Fokus auf einer Umstrukturierung der Ausgaben, um grundlegende Dienstleistungen zu erhalten. Erstmals werden die Personalkosten 2026 stabil bleiben; neue Stellen sollen nur dort geschaffen werden, wo bereits externe Mittel bereitstehen.
Zu den zentralen Vorhaben zählen Sanierungen an Schulen, der Bau einer neuen Feuerwehrwache sowie Modernisierungen am kommunalen Betriebshof. Auch das Gelände der ehemaligen Weberei wird im Rahmen der Investitionsoffensive erschlossen. Allerdings warnen Finanzprognosen, dass die städtischen Rücklagen bis 2030 nahezu aufgebraucht sein dürften.
Die mittelfristige Planung geht bis 2029 von einer Neuverschuldung in Höhe von rund 344 Millionen Euro aus, wodurch die Gesamtverschuldung auf bis zu 500 Millionen Euro steigen könnte. Um gegenzusteuern, treibt der Rat die Konsolidierungsbemühungen voran, setzt klarere Prioritäten und verringert die Abhängigkeit von Krediten. Sämtliche Details zum Haushalt sind online unter www.haushalt.website einsehbar.
Der beschlossene Etat vereint neue Investitionen mit dem Ziel, das Schuldenwachstum zu bremsen. Ohne Steuererhöhungen setzt die Stadt auf Umstrukturierung und kontrollierte Ausgaben, um die Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Die Verantwortlichen haben deutlich gemacht, dass die Stabilisierung der Finanzen in den kommenden Jahren oberste Priorität hat.






