U7-Streit in Berlin: SPD und Grüne liefern sich Machtkampf um U-Bahn-Verlängerung
Jonas KrausU7-Streit in Berlin: SPD und Grüne liefern sich Machtkampf um U-Bahn-Verlängerung
Streit um Berlins Nahverkehrspläne spitzt sich zwischen politischen Führungskräften zu
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh hat die Pläne von Verkehrssenatorin Ute Bonde (Grüne) scharf kritisiert – insbesondere die Entscheidung, die U-Bahn-Linie U7 in Spandau nicht zu verlängern. Der Konflikt droht vor der anstehenden Wahl weiter zu eskalieren, da Salehs Fraktion die aktuellen Pläne nicht unterstützen will.
Im Mittelpunkt des Streits steht die geplante Verlängerung der U7, die eine Kosten-Nutzen-Analyse als unwirtschaftlich einstuft. Behördenvertreter argumentieren, dass ein Weiterbau über die Station Spandau Rathaus hinaus zu teuer wäre. Bonde betonte zwar, dass noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien, verwies aber auf die erheblichen finanziellen Hürden beim U-Bahn-Bau. Sie forderte weitere Untersuchungen, bevor das Projekt vorangetrieben wird.
Raed Saleh äußerte sich vehement gegen die Pläne und warf der Senatorin vor, damit benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Spandau unangemessen zu benachteiligen. Er habe regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bereits seine Position dargelegt. Wegner zeigte sich zwar offen für eine Verlängerung der U7, signalisierte aber auch Verständnis für die Bedenken der Verkehrsverwaltung.
Salehs Fraktion machte deutlich, dass sie Bondes Vorschlag in der aktuellen Form nicht mittragen werde. Die Auseinandersetzung droht nun zum Zankapfel zwischen den Koalitionspartnern zu werden – besonders vor dem Hintergrund des Wahlkampfs.
U7-Streit offenbart grundsätzliche Konflikte um Berlins Verkehrspolitik Die Debatte um die U7-Verlängerung zeigt die Spannungen bei der Priorisierung von Verkehrsprojekten in der Hauptstadt. Während Salehs Fraktion die Pläne ablehnt und Bonde weitere Prüfungen anmahnt, könnte der Streit dringend benötigte Infrastrukturentscheidungen verzögern. Das Ergebnis wird nicht nur die Anbindung Spandaus prägen, sondern auch das politische Kräfteverhältnis in der Stadt beeinflussen.






