Wartburgkreis reformiert Krankenhäuser mit neuem strategischen Masterplan
Jonas KrausWartburgkreis reformiert Krankenhäuser mit neuem strategischen Masterplan
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig einen neuen strategischen Plan für die regionalen Krankenhäuser verabschiedet. Die Entscheidung fiel während einer Sitzung am Dienstag. Das Papier skizziert weitreichende Veränderungen für die Gesundheitsversorgung in der Region.
Der „Strategische Krankenhausplan für die Wartburg-Region“ zielt darauf ab, die medizinische Versorgung im gesamten Landkreis zu verbessern. Dabei sollen Ressourcen gebündelt werden, während die Eigenständigkeit der Krankenhäuser gewahrt bleibt. Sowohl stationäre als auch ambulante Angebote werden im Rahmen des Konzepts ausgebaut.
Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Wartburgkreis die volle Trägerschaft des St.-Georg-Krankenhauses Eisenach. Zudem wird der Landkreis das Krankenhaus Bad Salzungen betreiben. Beide Einrichtungen behalten eine zentrale Notaufnahme und fungieren als erweiterte Notfallversorgungsstandorte.
Die Region wird in einen nördlichen und einen südlichen medizinischen Versorgungsbereich unterteilt. Jeder Bereich erhält ein Schwerpunktkrankenhaus als Kern. Die Kliniken konzentrieren sich auf abgestimmte Fachschwerpunkte, wobei zertifizierte Zentren und zentrale Leistungen erhalten und ausgebaut werden.
Der Kreistag berief zudem neue Mitglieder in die Aufsichtsräte der St.-Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH und der GFG. Der Plan betont die Notwendigkeit, medizinisches Personal zu gewinnen und langfristig zu binden, um die Stabilität der Gesundheitsversorgung zu sichern.
Die beschlossene Strategie sieht vor, integrierte Notfallstrukturen im gesamten Wartburgkreis aufzubauen. Auch die ambulante Versorgung soll gestärkt werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, eine nachhaltige und hochwertige medizinische Versorgung für den Landkreis dauerhaft zu gewährleisten.






