07 May 2026, 12:23

Wasserstoff-Strategie scheitert trotz Milliarden – warum die Pläne stocken

Das erste Wasserstoff-elektrische Auto der Welt, ein gelbes Fahrzeug, steht vor einem Gebäude mit Absperrpollern, Seilen, Bannern, einer Person im Auto, einer Säule, einer Gruppe von stehenden Menschen, Schildern, einem Topf mit einer Pflanze, Deckenleuchten und Lüftern.

Wasserstoff-Strategie scheitert trotz Milliarden – warum die Pläne stocken

Deutschlands Wasserstoff-Strategie steckt in der Krise – trotz Milliardenförderung

Trotz massiver finanzieller Unterstützung hat Deutschlands Vorstoß in die Wasserstoffenergie erhebliche Rückschläge erlitten. Milliarden an Subventionen blieben ungenutzt oder wurden zurückgegeben, während zentrale Projekte hinter den Erwartungen zurückblieben. Kritiker stellen zunehmend infrage, ob die Strategie der Bundesregierung überhaupt Früchte trägt.

Bis Ende 2025 waren zwar mehr als die Hälfte der knapp 142 Millionen Euro, die für Energieforschungsförderungen vorgesehen waren, abgeflossen. Doch in anderen Bereichen kam der Fortschritt nur schleppend voran. Von den 120 Millionen Euro, die für den Bau von Elektrolyseuren bereitstanden, wurden lediglich 4,1 Millionen tatsächlich ausgezahlt. Das Programm für Wasserstofftankstellen, das ursprünglich 100 neue Stationen vorsah, lief mit nur 20 realisierten Standorten aus. Einige Empfänger gaben sogar 9 Millionen Euro an ungenutzten Fördergeldern zurück, weil geplante Vorhaben nicht zustande kamen.

Die Bundesregierung treibt zwar den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes voran, das vor allem industrielle Abnehmer bedienen soll. Doch Experten zweifeln daran, dass Wasserstoff für Heizzwecke oder im Automobilsektor wirtschaftlich sinnvoll wird – die Produktionskosten sind einfach zu hoch. Besonders gering war die Nachfrage nach Fördergeldern für Tankstellen: Hier wurden nur 16,3 Millionen der vorgesehenen 61 Millionen Euro abgerufen. Auch in Bayern blieben große Teile der Landesmittel für Wasserstoff ungenutzt, da die Nachfrage ausblieb.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Grünen-Politiker Martin Stümpfig und Markus Büchler werfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor, Steuergelder verschwendet zu haben. Die Mittel seien in unwirksame Projekte geflossen, die Deutschlands Wasserstoffziele nicht voranbrächten.

Ähnlich wie beim Erdgas wird Deutschland auch beim Wasserstoff auf große Importmengen angewiesen bleiben. Angesichts des stockenden Fortschritts bei inländischen Projekten und der ungenutzten Fördergelder gerät die Wasserstoffstrategie des Landes zunehmend unter Druck. Die Kluft zwischen bereitgestellten Mitteln und tatsächlichen Ergebnissen bleibt eine der größten Herausforderungen für die Politik.

Quelle