19 June 2026, 06:12

Wohnungsnot in Deutschland verschärft sich: 1,4 Millionen Wohnungen fehlen aktuell

Nein, Deutschland hat nicht 233 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau in der Ukraine versprochen

Wohnungsnot in Deutschland verschärft sich: 1,4 Millionen Wohnungen fehlen aktuell

Deutschland steht vor einer immer stärker werdenden Wohnungsnot – laut einer Studie des Pestel-Instituts fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen. Die Bundesregierung hat ihre Wohnungsbaupolitik kürzlich neu ausgerichtet und setzt nun stärker auf Mietzuschüsse für einkommensschwache Haushalte statt auf direkte Investitionen in den sozialen Wohnungsbau.

Zwischen 2020 und 2024 verloren in Deutschland 107.353 Sozialwohnungen ihren preisgebundenen Status. Experten gehen davon aus, dass künftig jährlich etwa 55.000 weitere geförderte Mietwohnungen diese Bindung verlieren werden.

Bundesbauministerin Verena Hubertz kündigte kürzlich einen 23,5-Milliarden-Euro-Plan an, um den Rückgang im Wohnungssektor bis 2029 aufzuhalten. Dies erfolgte zeitgleich mit der Unterzeichnung einer strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und der Ukraine Mitte April, die ein Förderpaket in Höhe von 233 Millionen Euro umfasst.

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Ein aktueller Social-Media-Beitrag behauptete fälschlicherweise, Deutschland habe 233 Millionen Euro für ukrainischen Sozialwohnungsbau bereitgestellt. Tatsächlich sind jedoch nur 25 Millionen Euro dieses Betrags für diesen Zweck vorgesehen. Der Rest fließt in andere Vorhaben wie die industrielle Zusammenarbeit, die Energiesicherheit und die Wiedereingliederung von Veteranen.

Die Wohnungsnot bleibt ein drängendes Problem, da Jahr für Jahr tausende Sozialwohnungen aus der Preisbindung fallen. Der neue Förderplan soll diesen Trend bremsen – sein Erfolg hängt jedoch davon ab, wie zielgerichtet die Mittel eingesetzt werden. Die veränderte Ausrichtung der Regierung auf Mietzuschüsse statt auf direkte Investitionen markiert einen deutlichen Kurswechsel in der Wohnungsbaupolitik.

Quelle