Zeitumstellung 2023: Was Arbeitgeber und Beschäftigte jetzt klären müssen
Jonas KrausZeitumstellung 2023: Was Arbeitgeber und Beschäftigte jetzt klären müssen
Zeitumstellung in Deutschland: Was Arbeitnehmer und Arbeitgeber 2023 beachten müssen
Die halbjährliche Zeitumstellung in Deutschland wird 2023 für viele Beschäftigte Auswirkungen auf die Arbeitszeiten haben. Die beiden Umstellungen – im Frühjahr und im Herbst – werfen Fragen zu Lohn und Überstundenregelungen auf. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten nun ihre Verträge prüfen, um Streitigkeiten über fehlende oder zusätzliche Arbeitsstunden zu vermeiden.
In der Nacht vom 28. auf den 29. März werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt, sodass der Tag kürzer ausfällt. Beschäftigte, die in diesem Zeitraum arbeiten, müssen die fehlende Stunde laut Arbeitsrichtlinien nicht nacharbeiten. Allerdings können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bei der Rückstellung der Uhr am 24. auf den 25. Oktober dazu verpflichten, bis zum ursprünglichen Schichtende zu bleiben – was eine zusätzliche Arbeitsstunde bedeutet.
Das Bundesarbeitsgericht hat bestätigt, dass Unternehmen ein berechtigtes Interesse daran haben, den Betrieb während der Zeitumstellung reibungslos aufrechtzuerhalten. Doch die Regelungen zu Überstunden hängen von individuellen Verträgen, Tarifverträgen oder betrieblichen Vereinbarungen ab. Existiert keine vorherige Absprache, sind zusätzliche Stunden in der Regel extra zu vergüten.
Festangestellte mit Monatsgehalt bleiben von den Änderungen unberührt, da sie für ihre Position und nicht nach exakten Arbeitsstunden bezahlt werden. Stundenlöhner könnten jedoch einen kürzeren Lohnausweis erhalten, sofern ihr Vertrag keine Anpassungen vorsieht. Gelegentliche Überstunden können im Bruttolohn enthalten sein, auf ein Zeitkonto gebucht oder separat vergütet werden.
Angesichts der bevorstehenden Zeitumstellung sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Lohnbedingungen im Voraus klären. Festangestellte sind zwar nicht direkt betroffen, doch Stundenkräfte sollten absprechen, wie zusätzliche oder fehlende Stunden behandelt werden. Klare Abmachungen helfen, Missverständnisse bei den Umstellungen im März und Oktober zu vermeiden.






