40 Jahre Entertainment Tonight: Wie die Show die Promi-Berichterstattung revolutionierte
Jonas Kraus40 Jahre Entertainment Tonight: Wie die Show die Promi-Berichterstattung revolutionierte
Seit über vier Jahrzehnten prägt Entertainment Tonight die Art und Weise, wie das Publikum Prominenten-Nachrichten verfolgt. Die 1981 von Paramount gestartete Sendung war die erste tägliche Show, die Popkultur als ernsthafte Nachrichtenthema behandelte. Nun wird ihr riesiges Archiv – mit 200.000 Stunden Filmmaterial – digitalisiert, um Jahrzehnte der Unterhaltungsgeschichte zu bewahren.
Vor Entertainment Tonight war die Berichterstattung über Prominente im Mainstream-Fernsehen selten. Nachrichtenformate und Morgensendungen zeigten gelegentlich Interviews mit Stars, doch es gab keine dedizierte Unterhaltungssendung. Barbara Walters brach in den 1970er-Jahren mit ihren Prime-Time-Specials auf ABC neues Terrain auf – wenn auch nicht ohne Kontroversen.
Die Show änderte das, indem sie Hollywood wie tagesaktuelle Nachrichten behandelte. In über 45 Staffeln entstanden mehr als 11.600 Folgen, von denen viele nun für den Online-Zugriff digitalisiert werden. Das Archiv umfasst unveröffentlichte Interviews mit Legenden wie Jane Fonda, Michael Jackson und Leonardo DiCaprio. Selbst spontane Momente, etwa Taylor Swifts erstes Gespräch mit Kevin Frazier, wurden zu kulturellen Meilensteinen.
Heute dient die Sammlung sowohl als historisches Dokument als auch als wirtschaftliches Kapital. Ausschnitte werden für Dokumentationen und Streaming-Specials lizenziert, sodass altes Material neue Einnahmen generiert. Gleichzeitig erhalten Fans heute sofortige Updates auf ihren Handys – ein gewaltiger Kontrast zu den Anfängen der Sendung, als es weder Kabelfernsehen noch Internet gab.
Aktuell moderieren Kevin Frazier und Nischelle Turner die Sendung gemeinsam. Ihr Einfluss bleibt stark, selbst in einer Zeit, in der sich der Medienkonsum zunehmend auf digitale Plattformen verlagert.
Die Digitalisierung des Entertainment Tonight-Archivs sichert das Erbe der Show für die Zukunft. Tausende Stunden an Interviews und Backstage-Aufnahmen werden online zugänglich sein. Das Projekt zeigt auch, wie sich der Prominenten-Journalismus von einer Nischenidee zu einer globalen Industrie entwickelt hat.






