24 March 2026, 14:18

FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück

Eine Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau markiert, die die Ergebnisse der Wahl 2016 mit Kandidatennamen und Wahltermindetails zeigt.

FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück

Daniela Schmitt ist als Vorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz zurückgetreten, nachdem die Partei bei der Landtagswahl im März ein enttäuschendes Ergebnis erzielte. Mit nur 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die FDP zum zweiten Mal seit 2011 den Wiedereinzug in den Landtag. Schmitt kündigte ihren Rückzug noch vor der für Mai geplanten Vorstandswahl an und begründete dies mit dem Wohl der Partei.

Schmitt hatte den Landesvorsitz im April 2025 übernommen, nach einer von internen Machtkämpfen geprägten Phase. Ihr Vorgänger Volker Wissing hatte das Amt bereits verlassen, und der Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin hatte die Partei zusätzlich destabilisiert. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete Schmitt als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz und trat in ihren frühen Dreißigern der FDP bei.

Bei der Landtagswahl 2021 führte sie die FDP mit 5,5 Prozent als Spitzenkandidatin zurück in die Regierungskoalition mit SPD und Grünen. Doch die Wahl 2026 brachte einen dramatischen Wandel: Die CDU wurde mit 31,0 Prozent stärkste Kraft, während die SPD auf 25,9 Prozent fiel. Die FDP stürzte auf 2,1 Prozent ab und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde für den Verbleib im Landtag. Auch die Grünen verloren und kamen nur noch auf 7,9 Prozent, während die rechtspopulistische AfD mit 19,5 Prozent stark zulegte.

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Schmitt hatte in der scheidenden Koalition als Ministerin für Wirtschaft und Verkehr amtiert. Nun schlägt sie vor, auf dem Landesparteitag am 9. Mai ein neues Führungsteam zu wählen. Der erweiterte Landesvorstand hat dem Plan bereits zugestimmt.

Mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Landtag endet die bisherige Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Schmitts Rücktritt ebnet den Weg für eine neue Führung, die im Mai die Geschicke der Partei übernehmen soll. Die Liberalen müssen sich nun nach dem zweiten Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt neu aufstellen.

Quelle