Bechtle verkleinert Vorstand und kämpft gegen Lieferkettenkrisen und sinkende Gewinne
Lukas BauerBechtle verkleinert Vorstand und kämpft gegen Lieferkettenkrisen und sinkende Gewinne
Bechtle baut Führungsebene um – Reaktion auf steigende Kosten und Lieferkettenprobleme
Der IT-Konzern Bechtle strukturiert seine Unternehmensführung um, um auf wachsende Kosten und anhaltende Belastungen in den Lieferketten zu reagieren. Wie das Unternehmen bekannt gab, soll der Vorstand bis Januar 2027 von vier auf drei Mitglieder verkleinert werden. Die Ankündigung folgt auf einen deutlichen Kurssturz der Aktie und eine zurückhaltende Gewinnprognose für das Jahr 2026.
Am 20. März 2026 brach der Aktienkurs um 16,3 % auf 25,10 Euro ein – der niedrigste Stand seit März 2019. Anleger reagierten damit auf die Prognose für 2026, die nur noch ein Vorsteuerergebniswachstum von 0 bis 5 % vorsieht, deutlich unter den bisherigen Werten. Äußere Faktoren wie geopolitische Spannungen, volatile Märkte und anhaltende Engpässe bei Halbleiterkomponenten verstärkten die Unsicherheit.
Personelle Veränderungen an der Spitze Antje Leminsky wird den Vorstand Ende 2026 verlassen. Konstantin Ebert übernimmt dann zu Beginn des Jahres 2027 den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Thomas Olemotz. Das neue dreiköpfige Führungsteam soll interne Prozesse beschleunigen und bis 2030 einen Umsatz von 10 Milliarden Euro erreichen.
Trotz rückläufiger Gewinne plant Bechtle, die Dividende stabil bei 0,70 Euro je Aktie zu halten. Die Unternehmensführung wird die Prognose für 2026 genau prüfen und bis Mitte des Jahres ein Update zur Versorgung mit Speicherchips sowie deren finanziellen Auswirkungen vorlegen. Als Grund für die Umstrukturierung nannte das Unternehmen anhaltende Herausforderungen im Kerngeschäft.
Effizienz im Fokus Die Neuaufstellung spiegelt Bechtles Reaktion auf ein schwierigeres Marktumfeld wider. Mit einem schlankeren Vorstand und einem stärkeren Fokus auf Effizienz will das Unternehmen das Wachstum stabilisieren. In den kommenden Monaten werden Aktionäre gespannt auf weitere Entwicklungen bei den Lieferkettenproblemen und der Profitabilität achten.






