24 March 2026, 04:15

FDP scheitert erneut an Fünf-Prozent-Hürde in Rheinland-Pfalz

Karte von Deutschland, die die Wahlergebnisse von 2016 nach Bundesland zeigt, mit Bundesländern in rot und blau und Text, der die Namen der Kandidaten und das Wahldatum angibt.

FDP scheitert erneut an Fünf-Prozent-Hürde in Rheinland-Pfalz

FDP erleidet nächste Niederlage bei Rheinland-Pfalz-Wahl

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Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Mit nur 2 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei die Fünf-Prozent-Hürde deutlich. Spitzenkandidatin Daniela Schmitt räumte die Niederlage ein, betonte aber auf Instagram trotzig: "Wir sind lebendig!" – eine direkte Antwort auf Bundeskanzler Friedrich Merz, der die FDP zuvor als politisch irrelevant abgetan hatte.

Die FDP war mit geringen Erwartungen in den Wahlkampf gegangen. Umfragen hatten der Partei nach ihrem schwachen Abschneiden bei der Bundestagswahl und dem Scheitern der Ampelkoalition auf Bundesebene längst keine Chancen mehr eingeräumt. Schmitt warb im Wahlkampf mit den Erfolgen ihrer Landesregierung, etwa der Modernisierung des Bestattungsrechts und der Ansiedlung des Pharmakonzerns Eli Lilly in Alzey. Doch selbst das reichte nicht, um den Einzug in den Landtag zu schaffen.

Diese Niederlage reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein: Bereits in Baden-Württemberg war die FDP mit 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Nun ist die Partei nur noch in sechs der 16 Landesparlamente vertreten. Ihre letzte Regierungsbeteiligung hält sie in Sachsen-Anhalt – doch auch dort könnten die Herbstwahlen ihr vollständiges Ausscheiden besiegeln.

Schmitt gab zu, dass der Liberalismus in Rheinland-Pfalz nun unterrepräsentiert sein werde. Unterdessen stehen Parteichef Christian Dürr und die schrumpfende FDP-Basis vor der dringenden Frage, wie sie die Wählergunst zurückgewinnen können.

Die Wahl lässt die FDP in einer prekären Lage zurück. Mit nur noch sechs Landtagen, in denen sie vertreten ist, muss die Partei nun ihre schwindende Bedeutung aufhalten. Die Herausforderung ist klar: Sie muss das Vertrauen der Wähler zurückerobern – oder riskiert in den kommenden Regionalwahlen weiteren Niedergang.

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