24 March 2026, 06:21

Neue Energieeffizienz-Regeln: Deutschland führt A-bis-G-System für Gebäude ein

Weißer fetter Text auf einem grünen Hintergrund mit der Aufschrift "netto-null-Emissionen bis 2050."

Neue Energieeffizienz-Regeln: Deutschland führt A-bis-G-System für Gebäude ein

Deutschland überarbeitet seine Vorschriften zur Energieeffizienz von Gebäuden, um strengere EU-Ziele zu erfüllen. Ein neues Bewertungssystem von A bis G ersetzt die bisherige Skala von A+ bis H im Rahmen der aktualisierten Energieeffizienzrichtlinie für Gebäude (EPBD). Die Änderungen zielen darauf ab, Emissionen zu senken und den Gebäudebestand des Landes bis 2030 zu modernisieren.

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Ab Mai 2026 werden Energieausweise bei der Verlängerung von Mietverträgen und größeren Sanierungen verpflichtend. Die höchste Stufe, Klasse A, gilt künftig nur noch für Gebäude mit Null-Emissionen – die Kriterien sind damit deutlich strenger als bisher. Um diese Einstufung zu erreichen, darf ein Gebäude höchstens 55 kWh/m² pro Jahr für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Beleuchtung verbrauchen. Zudem müssen die CO₂-Emissionen unter 10 kg/m² jährlich liegen, ausgeglichen durch erneuerbare Energien oder CO₂-Kompensation.

Die neue Klasse G umfasst die 15 % ineffizientesten Gebäude Deutschlands. Besitzer solcher Immobilien könnten Schwierigkeiten haben, Finanzierungen zu erhalten, da Banken wegen der schlechten Nachhaltigkeitsbilanz einen sogenannten "Braunen Abschlag" anwenden könnten. Bei Verstößen gegen die Vorschriften drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.

Die Bundesregierung ersetzt das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Damit werden nationale Standards an die EU-Vorgaben angepasst, darunter emissionsfreie öffentliche Neubauten ab 2028 und alle Neubauten in der EU ab 2030. Ältere Energieausweise, die noch nach dem GEG ausgestellt wurden, könnten an Glaubwürdigkeit verlieren, sobald das A-bis-G-System voll greift.

Die Verschärfung der Effizienzklassen wird Hausbesitzer dazu drängen, ältere Gebäude zu sanieren – andernfalls drohen finanzielle Nachteile. Während Gebäude der Klasse A voraussichtlich an Marktwert gewinnen, könnte die Nachfrage nach Immobilien der Klasse G sinken. Die neuen Regeln sind Teil eines umfassenden EU-Plans, den Gebäudebestand Europas bis zum Ende des Jahrzehnts zu dekabonisieren.

Quelle