Pflegeversicherung vor Finanzkollaps: Warken plant Beitragserhöhung für Besserverdiener
Niklas NeumannPflegeversicherung vor Finanzkollaps: Warken plant Beitragserhöhung für Besserverdiener
Deutschlands Pflegeversicherung steht vor einer wachsenden Finanzkrise. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Pläne angekündigt, die Beiträge – insbesondere für Besserverdiener – zu erhöhen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass das Defizit des Systems in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich 22 Milliarden Euro übersteigen wird.
Die soziale Pflegeversicherung in Deutschland schreibt seit Jahren rote Zahlen. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen, wodurch sich die Schuldenlast weiter verschärft. Warken führt das Problem auf die von Vorgängerregierungen beschlossenen Leistungsausweitungen zurück.
Bis Mitte Mai will die Ministerin Reformvorschläge und Sparmaßnahmen vorlegen. Diese sollen die Finanzen stabilisieren und weitere Beitragserhöhungen vermeiden. Eine Abschaffung der bestehenden Pflegegrade schloss sie jedoch aus.
Nach aktuellem Recht werden Beiträge bis zu einem monatlichen Bruttogehalt von 5.812 Euro fällig. Warken plant nun, dass wohlhabendere Versicherte einen größeren Teil der Kosten tragen sollen. Die geplanten Änderungen würden die finanzielle Belastung stärker auf höhere Einkommensgruppen verlagern. Mit ihren Reformen will Warken das langjährige Defizit des Systems bekämpfen. Eine endgültige Entscheidung über die Vorschläge wird nach weiteren Beratungen erwartet.






