Ulla Schmidt fordert radikale Sozialreformen für Pflege und Rente
Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, hat weitreichende Reformen für das deutsche Sozialversicherungssystem vorgeschlagen. Sie plädiert dafür, die Steuerpolitik und die Finanzierung der Pflegeversicherung enger zu verknüpfen, um Familienleistungen wirksamer zu unterstützen.
Schmidt setzt sich für eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters ein, um die Erwerbsbevölkerung zu stärken. Ihrer Ansicht nach kann dies durch einen einfachen Bundestagsbeschluss umgesetzt werden, ohne dass eine Grundgesetzänderung nötig wäre. Ein höheres Renteneintrittsalter in Kombination mit Anreizen für ein längeres Berufsleben bildet den Kern ihres Konzepts.
Als ersten Schritt schlägt sie vor, die Einnahmen aus den Pflegeversicherungsbeiträgen zusammenzuführen. Dadurch könnten gemeinsame Prioritäten wie familienpolitische Leistungen aus einem Topf finanziert werden. Gleichzeitig betont sie, dass Menschen, die nicht länger arbeiten können, geschützt werden müssten – etwa durch faire Erwerbsminderungsrenten.
Ziel der Vorschläge ist ein nachhaltigeres und solidarischeres System. Durch die Zusammenlegung der Pflegekassen und eine Anpassung der Rentenpolitik ließen sich stabile Unterstützungsleistungen für Familien sichern. Die Umsetzung der Reformen soll über bestehende parlamentarische Verfahren erfolgen.






