Verdi und dbb fordern 7 Prozent mehr Lohn für 1,3 Millionen Beamte
Niklas NeumannProteste vor Lohnverhandlungen im Öffentlichen Dienst - Verdi und dbb fordern 7 Prozent mehr Lohn für 1,3 Millionen Beamte
Öffentliche Arbeitgeber und Verdi-Gewerkschaft bereiten sich auf neue Tarifverhandlungen vor
Die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst in Deutschland, darunter die Verdi-Gewerkschaft und der dbb beamtenbund und tarifunion, rüsten sich für eine neue Runde der Lohnverhandlungen mit den staatlichen Arbeitgebern. Die Gespräche, die für Mitte Januar angesetzt sind, finden vor dem Hintergrund statt, dass die Gewerkschaften angesichts steigender Lebenshaltungskosten höhere Löhne fordern. Bereits jetzt sind in Rheinland-Pfalz Proteste geplant, um vor der zweiten Verhandlungsrunde Druck auf die Verantwortlichen auszuüben.
Die Verdi-Gewerkschaft und der dbb treffen am 15. und 16. Januar mit den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes zusammen. Ihre Forderung: eine Lohnerhöhung um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat für die Beschäftigten. Die Verhandlungen betreffen rund 900.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die unter Tarifverträge fallen – ein möglicher Kompromiss würde später jedoch voraussichtlich auf etwa 1,3 Millionen Beamte in den meisten Bundesländern ausgeweitet, mit Ausnahme Hessens.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat die Forderungen der Gewerkschaften bereits als "nicht finanzierbar" zurückgewiesen. Als Reaktion darauf hat Verdi für kommenden Dienstag und Mittwoch Demonstrationen in Kaiserslautern und Mainz organisiert. Gleichzeitig wird der dbb einen dreitägigen rotierenden Mahnwache in Mainz durchführen, um den Druck aufrechtzuerhalten. An der Spitze der Verdi-Delegation steht Frank Werneke, der die Notwendigkeit einer fairen Bezahlung betont. Die Proteste sollen die Solidarität vor der zweiten Verhandlungsrunde demonstrieren, die über die Löhne von Millionen Beschäftigten im Staatsdienst entscheiden könnte.
Das Ergebnis dieser Verhandlungen wird direkt rund 900.000 Tarifbeschäftigte betreffen. Sollte eine Einigung erzielt werden, dürfte sie sich auf etwa 1,3 Millionen Beamte bundesweit auswirken. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Gewerkschaftsforderungen Gehör finden oder auf weiteren Widerstand stoßen.
