10 January 2026, 14:22

Wie eine Schneedecke Deutschland in ein Wintermärchen verwandelt und Erwachsene zu Kindern macht

Eine Landschaft mit Schnee, Pflanzen, Blumen, Bäumen und Himmel.

Spalte 'Das Gefühl der Woche', dieses Mal: Raus, spiel im Schnee! - Wie eine Schneedecke Deutschland in ein Wintermärchen verwandelt und Erwachsene zu Kindern macht

Das neue Jahr hat für eine Schriftstellerin mit einem besonders hellen Moment begonnen – nicht wegen der globalen Schlagzeilen, sondern wegen des Schnees. In ganz Deutschland hat eine dicke, weiße Schneedecke Straßen, Parks und Dächer verwandelt und bei vielen ein fast kindliches Staunen ausgelöst.

Der Anblick der verschneiten Landschaften hat in der Autorin einen unwiderstehlichen Spieltrieb geweckt. Sie beschreibt, wie sie hinausstürmt, um Engelfiguren in den Schnee zu zeichnen, Schneemänner zu formen und einfach die klare Winterluft zu genießen. Das Gefühl, sagt sie, sei wie ein Eintauchen in eine Szene aus Astrid Lindgrens Geschichten, in denen der Winter reine, ungetrübte Freude bringt.

Doch nicht nur sie spürt diese Wirkung. Eine Kollegin berichtete, dass selbst Straßenhändler in ihrer Nachbarschaft ihre üblichen Routinen unterbrochen hätten, um sich an Schneeballschlachten zu beteiligen. Der Arzt und Komiker Eckart von Hirschhausen vertritt schon lange die Ansicht, dass Verspieltheit – das Sich-Vergessen im Moment – das psychische Wohlbefinden von Erwachsenen stärkt.

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Doch der Schnee hat nicht nur Spaß gebracht, sondern auch den Alltag durcheinandergewirbelt. Der ADAC riet den Menschen, wo möglich von zu Hause aus zu arbeiten, während Schulen in Hamburg und Niedersachsen am Freitag wegen starker Schneefälle geschlossen blieben. Die ruhige, verlangsamte Atmosphäre scheint allen die Erlaubnis zu geben, innezuhalten und die Jahreszeit zu genießen.

Für die Schriftstellerin ist dieser schneereiche Jahresbeginn zu einem Vorsatz für 2026 geworden: Grenzen überschreiten, neue Spuren hinterlassen und Veränderungen annehmen – so wie der Schnee über Nacht die Welt umgestaltet.

Doch der Schnee hat mehr bewirkt, als nur die Landschaft zu bedecken: Er hat einen Geist des Spiels und der Möglichkeiten geweckt. Wie die Autorin andeutet, könnte es förderlich sein, sich früh im Jahr den spielerischen Instinkten hinzugeben – um mutiger zu werden, kreativer und offener für neue Erfahrungen. Vorerst bleibt das Land noch in Weiß gehüllt und schenkt seltene Momente, um hinauszugehen und die Freude des Winters wiederzuentdecken.