Eisige Tradition: Neujahrsschwimmen in Bremen trotzt Kälte und Strömung

Schwimmer trotzen eisigem Weserwasser - Eisige Tradition: Neujahrsschwimmen in Bremen trotzt Kälte und Strömung
Neujahrsschwimmen in Norddeutschland: Eiskalte Traditionen zwischen Rekord und Absage
Der erste Tag des neuen Jahres brachte in Norddeutschland eisige Herausforderungen mit sich, als mutige Schwimmerinnen und Schwimmer wie jedes Jahr zu traditionellen Kaltwasserschwimmen in eiskalte Gewässer sprangen. In Bremen durchquerten 42 Teilnehmer die Weser bei einem anstrengenden Wettkampf, während in Weyhe eine kleinere Gruppe eine 4,5 Kilometer lange Strecke bewältigte. Gleichzeitig zwangen starke Winde die Organisatoren in Norden zur Absage eines weiteren Events – ein Beispiel dafür, wie unberechenbares Wetter die diesjährigen Feierlichkeiten prägte.
Die Tradition in Weyhe feierte in diesem Jahr ihr 49. Jubiläum, organisiert von der örtlichen Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). 25 Schwimmer wagten den Sprung in die Weser, deren Wassertemperatur bei nur 4,5 Grad Celsius lag. Eisschollen trieben auf der Oberfläche und erhöhten die Schwierigkeit zusätzlich.
Begleitboote mit Rettungskräften sicherten die Strecke ab, da starke Strömungen die Teilnehmer bremsten. Mehrere Schwimmer brachen das Rennen vorzeitig ab und ließen sich aus Sicherheitsgründen an Bord der Boote ziehen. Wer durchhielt, kämpfte über zwei Stunden lang gegen die Kälte. In Bremen hingegen absolvierten 42 Menschen das jährliche Neujahrsschwimmen und durchquerten die Weser auf der gesamten Strecke. In vergangenen Jahren hatten solche Veranstaltungen noch größere Teilnehmerzahlen verzeichnet – etwa das Kaltbad auf Wangerooge 2023, als mit 295 Schwimmern, darunter auch ein Hund, ein Rekord aufgestellt wurde. Doch in diesem Jahr musste der geplante Schwimmwettkampf in Norden wegen vorhergesagter Windböen abgesagt werden, sodass nur die Hartgesottensten an anderen Orten die Naturgewalten trotzten.
Die eisigen Bedingungen stellten die Ausdauer der Teilnehmer auf eine harte Probe, einige brachen ihre Versuche vorzeitig ab. Die Organisatoren sorgten mit Rettungsbooten und engmaschiger Überwachung für Sicherheit. Trotz Absagen und Abbrüchen bewahrten die Veranstaltungen ihre jahrzehntealten Traditionen – für all jene, die bereit waren, der Kälte zu trotzen.

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