Skisprung-Skandal: Fettners Ausrüstung löst internationale Debatte über Fairness aus

"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Skisprung-Skandal: Fettners Ausrüstung löst internationale Debatte über Fairness aus
Norwegische Medien haben kürzlich die Rechtmäßigkeit der Bindungen des österreichischen Skispringers Manuel Fettner während der Vierschanzentournee infrage gestellt. Die Vorwürfe lösten prompt Reaktionen sowohl des Athleten als auch des Internationalen Skiverbands (FIS) aus. Fettner wies jede Schuld von sich, während der FIS die Anschuldigungen offiziell zurückwies.
Die Kontroverse belebte alte Spannungen im Sport wieder, wobei sich auch deutsche Athleten in die Debatte einschalteten.
Der Streit begann, als norwegische Medien andeuteten, Fettners Ausrüstung könnte gegen FIS-Regeln verstoßen haben. Der österreichische Springer äußerte später seine Verärgerung und erklärte, die Journalisten hätten ihre Fakten nicht überprüft, bevor sie veröffentlichten. Er betonte, seine Ausrüstung entspreche voll und ganz den Vorschriften.
Der FIS prüfte den Fall umgehend und bestätigte, dass keine Unregelmäßigkeiten vorlagen. Diese Entscheidung beendete zwar die offizielle Untersuchung, beruhigte die breitere Diskussion jedoch kaum. Der deutsche Skispringer Karl Geiger kritisierte die Haltung Norwegens und verwies auf deren eigene Vergangenheit bei Regelverstößen. 1994 war der norwegische Athlet Fred Børre Lundberg bei den Weltmeisterschaften in Trondheim wegen der Verwendung eines verbotenen elastischen Bandes in seinem Anzug gesperrt worden. Trotz des Vorfalls kehrte Lundberg später in den Weltcup zurück.
Philipp Raimund, Deutschlands führender Skispringer, wies die Vorwürfe als psychologische Taktik zurück. Er vermutete, die Anschuldigungen dienten eher dazu, Konkurrenten zu verunsichern, als dass sie echte Bedenken hinsichtlich der Fairness widerspiegelten.
Das FIS-Urteil entlastet Fettner zwar von jedem Fehlverhalten, doch die Angelegenheit hinterlässt anhaltende Spannungen. Die Vorwürfe norwegischer Medien riefen scharfe Reaktionen österreichischer und deutscher Athleten hervor und brachten alte Rivalitäten wieder ans Licht. Vorerst rückt der Wettkampf wieder in den Mittelpunkt – doch die Debatte über Fairness im Skispringen bleibt bestehen.

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