Günter Rösslers ikonische Fotokunst feiert 100. Geburtstag in Apolda
Niklas NeumannUnter der Mode, über der Nacktheit - Fotos von Günter Rössler in Apolda - Günter Rösslers ikonische Fotokunst feiert 100. Geburtstag in Apolda
Große Ausstellung zu Ehren des Fotografen Günter Rössler eröffnet am 18. Januar im Kunsthaus Apolda
Unter dem Titel „Günter Rössler: Mode- und Aktfotografie“ präsentiert das Kunsthaus Apolda ab dem 18. Januar eine umfassende Retrospektive zum Werk des berühmten Fotografen – anlässlich seines 100. Geburtstags, den er in diesem Januar gefeiert hätte. Die Schau, die bis zum 3. Mai zu sehen ist, wurde von seiner Witwe Kirsten Schlegel kuratiert, die einst selbst als Model für ihn arbeitete.
Rössler erlangte vor allem während der DDR-Zeit Bekanntheit durch seine ausdrucksstarken Aufnahmen in Magazinen wie „Magazin“ und „Sibylle“. Sein künstlerischer Ansatz zielte darauf ab, die „möglichst größte Authentizität der Mädchen“ einzufangen, die er porträtierte. Heute gilt er als Pionier der Aktfotografie in Ostdeutschland.
Die Ausstellung zeigt rund 130 Schwarz-Weiß-Fotografien, die sechs Jahrzehnte seines Schaffens umspannen. Besucher können zudem einen Audioguide nutzen und einen 90-minütigen Dokumentarfilm anschauen. Kurz vor seinem Tod veröffentlichte Rössler „Starke Frauen des Ostens“, eine Sammlung seiner bekanntesten Modelaufnahmen. Schlegel, die seinen Nachlass verwaltet, wird am 29. Januar und 29. April persönliche Führungen anbieten – eine Gelegenheit, tiefer in Rösslers Leben und künstlerisches Wirken einzutauchen.
Die Schau vereint seine bedeutendsten Werke, von frühen Modefotografien bis hin zu seinen späteren Aktstudien, und unterstreicht seinen bleibenden Einfluss auf die ostdeutsche Fotografie. Die Ausstellung ist täglich bis zum Ende der Laufzeit Anfang Mai geöffnet.
