Warum viele Bayern ihre eigene Landeshymne nicht kennen – und was Söder dagegen unternahm

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Eine 15. Jahrhundert-Karte von Bayern, die geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von informativem Text und Logos.Admin User

Warum viele Bayern ihre eigene Landeshymne nicht kennen – und was Söder dagegen unternahm

Bayern kämpft seit langem mit einem überraschenden Problem: Viele Einwohner kennen den Text der eigenen Landeshymne nicht. Selbst prominente Politiker gerieten bereits in peinliche Situationen, weil sie die Worte vergessen hatten. Aktuelle Versuche, das Wissen über die Hymne zu fördern, stießen bisher auf gemischte Reaktionen – teilweise sogar auf öffentlichen Widerstand.

Das Problem ist nicht neu. Bereits 2008 vergaß der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber bei einem öffentlichen Auftritt den Text der bayerischen Hymne. Jahre später versuchte sein Nachfolger, Markus Söder, mit einem ungewöhnlichen Ansatz, das Bewusstsein für die Hymne zu stärken. 2020 startete er eine Kampagne, bei der Lautsprecher auf Lastwagen und eine mobile App die dritte Strophe des Deutschlandlieds als mögliche bayerische Landeshymne verbreiten sollten. Die Idee wurde jedoch schnell wieder fallen gelassen – die Kritik war massiv. Viele warfen Söder vor, die Tradition zu ignorieren und etwas Künstliches aufzwingen zu wollen.

Doch auch die eigentliche bayerische Hymne ist kaum bekannt. Umfragen zufolge können die meisten Einwohner nur die erste Zeile auswendig. Rudolf Hierl, CSU-Mitglied und ehemaliger Stadtrat, wollte dem entgegenwirken und verteilte über eine halbe Million Textkarten in der Region, in der Hoffnung, das Gedächtnis der Bevölkerung aufzufrischen. Doch nicht nur in Bayern gibt es solche Schwierigkeiten. Auch die Europahymne, basierend auf Beethovens Ode an die Freude mit ihren poetischen Anspielungen auf das Elysium und die Cherubim, stellt viele vor eine Herausforderung. Sie wird stets ohne Text gesungen – als Symbol der Einheit durch die Melodie allein. Söder, trotz seiner Hymnen-Kampagnen, gab sogar zu, dass er die Worte der Europahymne möglicherweise selbst nicht kenne.

Die wiederholten Probleme mit den Hymnentexten offenbaren eine kulturelle Lücke in Bayern. Obwohl groß angelegte Aktionen wie Textkarten oder Lautsprecher-Kampagnen unternommen wurden, bleibt die Vertrautheit in der Bevölkerung gering. Vorerst scheint die musikalische Identität des Freistaats eher in der Tradition als im gemeinsamen Vorsingen zu liegen.

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