04 January 2026, 14:23

Supply-Chain-Forum in Koblenz zeigt Wege zu resilienten Lieferketten auf

Ein Supermarktinneres mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

Supply-Chain-Forum in Koblenz zeigt Wege zu resilienten Lieferketten auf

Supply-Chain-Forum an der Hochschule Koblenz bringt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen

Rund 300 Teilnehmer aus Unternehmen, Forschung und Gesellschaft trafen sich beim Supply Chain Forum der Hochschule Koblenz, um drängende Herausforderungen in der industriellen Produktion zu erörtern – von steigenden Energiepreisen über Materialengpässe bis hin zu logistischen Flaschenhälsen. Regionale Betriebe und internationale Experten tauschten sich darüber aus, wie globale Lieferketten gesichert und zukunftsfest gestaltet werden können.

Veranstaltet von Prof. Dr. Jörg Lux und Prof. Dr. Elmar Bräkling, stand das Forum im Zeichen einer engeren Vernetzung zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die beiden Professoren stellten ein Sechs-Punkte-Modell für widerstandsfähige Lieferketten vor, das Transparenz, Agilität, Rückverlagerung von Produktion (Reshoring), vertikale Integration, Bestandsmanagement und flexible Logistik umfasst. Dieses Rahmenwerk, das 2023 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem Fraunhofer-Institut entwickelt wurde, ist Teil der deutschen Lieferkettenstrategie.

Robert Huter, Einkaufsleiter bei Bosch Mobility Solutions in Nordamerika, analysierte, wie globale Störungen lokale Betriebsabläufe beeinflussen. Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium von Rheinland-Pfalz, präsentierte unterdessen das Netzwerk der Lieferketten-Anlaufstellen und rief Unternehmen dazu auf, Fördermittel des Landes zur Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten zu nutzen. Führungskräfte aus verschiedenen Branchen skizzierten branchenspezifische Lösungsansätze. Dr. Christoph Falk-Gierlinger, Geschäftsführer der Continental Engineering Services GmbH, unterstützte den kooperativen Ansatz des Forums und begrüßte das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Prof. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Koblenz, betonte die Rolle der Hochschule als Wissensvermittler und Motor für die regionale Wirtschaftsentwicklung. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion darüber, wie globale Markteinblicke lokale Volkswirtschaften stärken können.

Die Veranstaltung vernetzte rund 70 regionale Unternehmen mit Experten und Verantwortungsträgern, um Schwachstellen in Lieferketten zu identifizieren. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Strategien – von politischer Unterstützung bis hin zu operativer Flexibilität. Die Organisatoren unterstrichen, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Politik entscheidend sei, um langfristige Resilienz zu sichern.

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