Deutschland debattiert über Finanzierung einer europäischen Atomabschreckung
Deutschland debattiert über Finanzierung einer europäischen Atomabschreckung
In Deutschland wird derzeit diskutiert, ob das Land die Finanzierung einer europäischen nuklearen Abschreckung unterstützen soll – vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an den Sicherheitszusagen der USA und der politischen Zukunft Frankreichs. Der Vorschlag stammt vom CDU-Außenexperten Roderich Kiesewetter und steht im Kontext breiterer Bedenken hinsichtlich der nuklearen Sicherheit in Europa. Kritiker warnen jedoch, ein solcher Schritt könnte internationale Verträge verletzen und die Bemühungen um Rüstungskontrolle destabilisieren.
Die Debatte entzündet sich an der Unsicherheit über die US-Außenpolitik unter Donald Trump, die einige deutsche Politiker veranlasst hat, die Abhängigkeit vom amerikanischen nuklearen Schutzschirm infrage zu stellen. Kiesewetter warnte, dass im Falle eines US-Angriffs auf Grönland – ein NATO-Bündnispartner – die deutschen Sicherheitsgarantien möglicherweise nicht greifen würden. Zudem riet er davon ab, sich allein auf Frankreich als nukleare Schutzmacht zu verlassen, insbesondere dann, wenn die euroskeptische Marine Le Pen die nächste Präsidentschaftswahl gewinnen sollte.
Der Zwei-plus-Vier-Vertrag verbietet Deutschland zwar die Entwicklung eines nationalen Nuklearprogramms, schließt finanzielle Beiträge zu einem gemeinsamen europäischen Vorhaben jedoch nicht aus. Kiesewetter schlug vor, Berlin könnte ein solches Projekt unterstützen, ohne es selbst anzuführen. Schätzungen zufolge würde der Aufbau einer europäischen nuklearen Abschreckung fünf bis zehn Jahre dauern. Auch andere Länder wie Finnland, Schweden und Polen prüfen derzeit eigene nukleare Optionen, möglicherweise in Kooperation mit Deutschland.
Dagegen lehnte der außenpolitische Sprecher der SPD, Rolf Mützenich, den Vorschlag ab. Er argumentierte, dies verstoße gegen den Atomwaffensperrvertrag und das Zwei-plus-Vier-Abkommen. Stattdessen forderte er verstärkte diplomatische Anstrengungen, um die Rüstungskontrolle wiederzubeleben. Deutschland hat sich bereits zur Finanzierung von Raketenabwehr verpflichtet. Verteidigungsminister Boris Pistorius und Altkanzler Olaf Scholz unterstützen die European Sky Shield Initiative (ESSI), ein 3,6-Milliarden-Euro-Programm mit 23 teilnehmenden Staaten. Das System umfasst Arrow-3-Raketen, die ballistische Bedrohungen abfangen sollen. Gleichzeitig lagern im Rahmen der NATO-Nuklearteilung weiterhin US-Atomwaffen auf dem Flugplatz Büchel.
Die Diskussion zeigt Deutschlands Gratwanderung zwischen der Stärkung der europäischen Verteidigung und der Einhaltung von Abrüstungsverträgen. Sollte eine Entscheidung zur Finanzierung einer nuklearen Abschreckung fallen, müssten rechtliche Hürden und geopolitische Risiken überwunden werden. Das Ergebnis könnte die Sicherheitsarchitektur Europas in den kommenden Jahren grundlegend verändern.
Geheimnisvoller 14. Kandidat: Was Let’s Dance 2026 besonders macht
13 Promis stehen fest, doch einer bleibt ein Rätsel. Die neue Staffel verspricht Glamour, Schweiß und eine ungewöhnliche Mischung aus Talent und Überraschungen.
Glatteisalarm in Lüttich: Alle Schulen am Montag geschlossen
Ein seltener Wetteralarm zwingt Lüttich zum Handeln. Während Eltern und Lehrer umplanen, wird der Unterricht kurzerhand ins Digitale verlegt – doch nicht alle Kinder bleiben allein zu Hause.
Gothas Goldrausch: Seltene Schätze aus China begeistern 21.600 Besucher
Goldene Körbe, Saphire und Jade: Eine einzigartige Schau in Gotha entführt Besucher in die Pracht vergangener Epochen. Doch der Austausch geht weiter – bald reisen die Schätze nach Xi’an.
Thüringer HC scheitert knapp im Europa-League-Auftakt gegen ungarischen Meister
Ein starker Kampf, aber am Ende zu viele Fehler: Der Thüringer HC muss sich im UEFA-Europa-League-Debüt geschlagen geben. Warum die Defensive den Ausschlag gab – und was jetzt kommt.
Blutige Schlägerei in der Turmstraße: Streit um Miete endet mit sechs Verletzten
Ein harmloser Streit um Miete endet in Gewalt: Bisswunden, Prellungen und ein verlorener Zahn. Warum eskalierte die Situation so dramatisch? Die Polizei schweigt noch.
Mainzer Karnevalstrauma: Die Allerscheenste pausiert – doch 2027 soll alles anders werden
Jahrzehntelang füllte ihr Dialekt-Humor den Augustinerkeller – jetzt kämpft die Allerscheenste ums Überleben. Kann Holger Bartz die Clown-Tradition retten? Die Antwort kommt 2027.
Neuer Cheftrainer Yusuf Emre Kasal soll Wittlich in die Oberliga führen
Ein Trainer mit Aufstiegs-DNA: Kasal soll Wittlichs Traum von der Oberliga wahr machen. Doch reicht seine Erfolgsformel auch diesmal?
Futuristische Fahrradbrücke soll Mainz und Wiesbaden über den Rhein verbinden
Stadtplaner träumen von einer ikonischen Radbrücke über den Rhein. Doch Denkmalschutz, Ästhetik und Alltagstauglichkeit müssen erst unter einen Hut gebracht werden.
Albert Oehlen: Wie ein Rebell die Kunstwelt seit 40 Jahren prägt
Seine Bilder brechen alle Regeln, erzielen Millionen – und polarisieren. Warum Albert Oehlens Kunst heute relevanter ist denn je, sogar auf TikTok.
Streit um schärfere Sicherheitschecks für Bundestagsmitarbeiter – Klöckners Vorstoß spaltet die Politik
Sicherheit oder Zensur? Während die Regierung strengere Kontrollen durchsetzt, warnt die AfD vor einer „Hintertür für Parteienverbote“. Wer trifft die neue Regel – und warum?
Deutschland debattiert über Finanzierung einer europäischen Atomabschreckung
Sollte sich Europa nuklear selbst schützen? Die Debatte um Deutschlands Rolle spaltet Politiker – zwischen Sicherheitsbedürfnis und Vertragsbruch. Ein riskanter Balanceakt.
Evangelische Kirche führt standardisierte Anerkennung für Missbrauchsopfer ein
Ein historischer Schritt gegen Schweigen und Willkür: Die EKD schafft klare Regeln für Entschädigungen. Warum Betroffene jetzt leichter Anerkennung finden – und was das für die Aufarbeitung bedeutet.
Shisha-Bar in Mainz 05 nach jahrelangen Sicherheitsmängeln endgültig geschlossen
Jahre der Warnungen, dann das Aus: Eine Shisha-Bar in Mainz gefährdete Gäste mit Kohlenmonoxid und Brandrisiken. Warum das Gericht jetzt endgültig die Reißleine zog.
Geheimnisvoller 14. Kandidat: Was Let’s Dance 2026 besonders macht
13 Promis stehen fest, doch einer bleibt ein Rätsel. Die neue Staffel verspricht Glamour, Schweiß und eine ungewöhnliche Mischung aus Talent und Überraschungen.
Glatteisalarm in Lüttich: Alle Schulen am Montag geschlossen
Ein seltener Wetteralarm zwingt Lüttich zum Handeln. Während Eltern und Lehrer umplanen, wird der Unterricht kurzerhand ins Digitale verlegt – doch nicht alle Kinder bleiben allein zu Hause.