Metall- und Elektroindustrie steht vor historischer Krise mit massivem Jobabbau
Jonas KrausArbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet Verlust von bis zu 150.000 Jobs bis 2026 - Metall- und Elektroindustrie steht vor historischer Krise mit massivem Jobabbau
Deutschlands Metall- und Elektroindustrie steuert auf die schwerste Krise seit der Nachkriegsgründung zu
Arbeitgeber warnen, dass in diesem Jahr allein bis zu 150.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten – ein weiterer drastischer Rückgang in einem Sektor, der bereits seit Jahren mit massiven Einbrüchen zu kämpfen hat.
Seit 2018 sind in der Branche bereits 270.000 Stellen abgebaut worden. Bis März 2023 sank die Gesamtbeschäftigung auf unter 3,8 Millionen. Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Arbeitsamt, bezeichnete die Lage als 'außerordentlich düster' und 'wirklich dramatisch'.
Hohe Energiekosten, starke Unternehmensbesteuerung und steigende Sozialabgaben belasten die Betriebe schwer. Übermäßige Bürokratie erstickt zusätzlich das Wachstum, während Produktionsanlagen veralten und Investitionen ausbleiben. Ohne neue Arbeitsplätze schrumpft der Sektor weiter.
Zander betonte, dass die Kombination aus finanziellen Lasten und regulatorischen Hürden die Branche in unbekanntes Terrain dränge. Unternehmen kämpfen ums Überleben, und ohne grundlegende Änderungen bleibt die Perspektive düster.
Die anhaltenden Stellenstreichungen und ausbleibenden Investitionen sind ein Alarmzeichen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie. Ohne Entlastung bei den hohen Kosten und bürokratischen Hindernissen droht dem Sektor in den kommenden Jahren ein weiterer Niedergang.
