Diehl Defence startet Rüstungsproduktion in Lübben nach Jahrzehnten neu

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Ein Teil eines Kriegsschiffs ist auf der Wasseroberfläche zu sehen.

Diehl Defence produziert Zünder im Spreewerk Lübben - Diehl Defence startet Rüstungsproduktion in Lübben nach Jahrzehnten neu

Diehl Defence bereitet Wiederaufnahme der Rüstungsproduktion in Lübben vor

Der Rüstungskonzern Diehl Defence plant die Wiederaufnahme der militärischen Fertigung am Standort Spreewerk in Lübben (Brandenburg). Das Unternehmen, bekannt für Lenkwaffen wie das Flugabwehrsystem Iris-T, will dort Komponenten für Sprengstoffe herstellen. Der Schritt folgt umfassenden Modernisierungsarbeiten an der ehemaligen Munitionsfabrik.

Das Werk Spreewerk produzierte einst Rüstungsgüter, stellte seine Tätigkeit in den 1990er-Jahren jedoch auf Abrüstung um. Nun rüstet Diehl Defence die Anlage um, um die Produktion von Zündern und anderen militärischen Bauteilen wiederaufzunehmen. Diese Vorprodukte sollen die steigende Nachfrage nach Waffen in Deutschland bedienen.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte am 5. Januar 2026, dass die Umbaumaßnahmen noch andauern. Ein konkreter Starttermin stehe noch nicht fest – mit der Aufnahme der Produktion sei erst "in absehbarer Zeit" zu rechnen. Auch die erforderlichen Genehmigungen für die Rüstungsfertigung werden derzeit bearbeitet.

Die Erweiterung steht im Einklang mit den europäischen Bestrebungen, die Verteidigungsfähigkeiten auszubauen. Die bestehenden Produkte von Diehl Defence – etwa das bereits in der Ukraine eingesetzte Iris-T-System – unterstreichen die Bedeutung des Konzerns für moderne militärische Lieferketten.

Die Produktion in Lübben wird nicht sofort beginnen, da die Baumaßnahmen am Standort noch laufen. Sobald die Anlage betriebsbereit ist, wird sie zur deutschen Rüstungsproduktion beitragen. Das Projekt spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, die europäische Verteidigungsinfrastruktur zu stärken.

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